Praxis für Psychotherapie und Coaching Rhein-Neckar
M.Sc.-Psych. M.A. Claudia Bach und KollegInnen

Gruppentherapie


Warum Gruppentherapie?

Viele Menschen stehen Gruppentherapie zunächst mit gemischten Gefühlen gegenüber. Die Sorge, sich vor anderen zu öffnen oder „zu viel von sich preiszugeben“, ist verständlich. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Studien und jahrzehntelange klinische Erfahrung eindeutig: Gruppenpsychotherapie ist bei den meisten psychischen Erkrankungen ebenso wirksam wie Einzeltherapie – und bietet darüber hinaus einzigartige Wirkfaktoren, die im Einzelsetting nicht oder nur eingeschränkt erfahrbar sind.
Gruppentherapie bedeutet nicht, weniger Raum zu haben – sondern mehr Resonanz, mehr Perspektiven und mehr Beziehungserfahrungen. Viele Patient:innen erleben die Gruppe als einen Ort, an dem sie sich zum ersten Mal wirklich verstanden fühlen: durch andere, die Ähnliches erleben, und durch einen therapeutisch gehaltenen Rahmen, der Sicherheit und Struktur bietet.


Was ist Gruppentherapie?

Gruppenpsychotherapie ist eine spezifische Form der Psychotherapie, bei der mehrere Patient:innen gemeinsam unter der Leitung einer erfahrenen Gruppentherapeutin oder eines erfahrenen Gruppentherapeuten arbeiten. Ziel ist es,

  • emotionale Belastungen besser zu verstehen,
  • konkrete Fertigkeiten zur Symptombewältigung zu erlernen,
  • zwischenmenschliche Muster zu erkennen und zu verändern
  • und persönliches Wachstum zu fördern.

Gruppentherapie kann als alleinige Behandlungsform, vorbereitend auf eine Einzeltherapie oder begleitend zu einer bestehenden Einzeltherapie stattfinden.


Wie wirkt Gruppentherapie?


Die Wirksamkeit der Gruppentherapie beruht auf mehreren zentralen Wirkfaktoren:

Interaktion und zwischenmenschliche Beziehungen
Psychische Symptome entstehen häufig im Kontext von Beziehungen – und können im Gruppensetting besonders wirksam bearbeitet werden. In der Gruppe erleben Patient:innen sich im Kontakt mit anderen neu, erhalten Rückmeldungen und machen korrigierende Beziehungserfahrungen.

Gruppenkohäsion und Zugehörigkeit
Mit der Zeit entsteht ein tragfähiges Gruppengefühl. Dieses Erleben von Zugehörigkeit wirkt stabilisierend, angstlösend und motivierend. Die Gruppe wird zu einem geschützten Raum, in dem Offenheit und Veränderung möglich werden.

Hoffnung und Selbstwirksamkeit
Zu erleben, dass andere mit ähnlichen Schwierigkeiten Wege finden, stärkt Hoffnung und Vertrauen in den eigenen Veränderungsprozess. Patient:innen erfahren sich nicht mehr als ausgeliefert, sondern als aktiv gestaltend.

Altruismus und gegenseitige Unterstützung
Nicht nur Hilfe zu erhalten, sondern auch selbst hilfreich für andere zu sein, wirkt stärkend auf den Selbstwert. Gruppentherapie ist ein lebendiger Prozess von Geben und Nehmen.

Selbsterkenntnis und Selbstreflexion
Durch Rückmeldungen und Austausch gewinnen Patient:innen tiefere Einblicke in eigene Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster – oft klarer, als es im Einzelgespräch möglich ist.

Ressourcenaktivierung
Die Gruppe unterstützt dabei, eigene Stärken (wieder) wahrzunehmen, zu erproben und gezielt einzusetzen – im therapeutischen Rahmen und im Alltag.


Rahmenbedingungen der Gruppentherapie in unserer Praxis

  • Gruppentherapie ist in den meisten Fällen sinnvoll und empfehlenswert, auch zur Überbrückung von Wartezeiten auf eine Einzeltherapie oder als Ergänzung zur Einzeltherapie
  • Vor Beginn findet in der Regel ein Vorgespräch zur Indikationsstellung mit der Gruppentherapeutin, bzw. mit dem Gruppentherapeuten statt (abrechenbar über die Krankenkasse).
  • Die Sitzungen dauern meist 100 Minuten.
  • Die Gruppengröße variiert je nach Angebot (in der Regel 5–8 Teilnehmende).
  • Vertraulichkeit und Schweigepflicht sind zentrale Voraussetzungen für die Teilnahme.


Kostenübernahme
Gruppentherapie kann grundsätzlich über die gesetzliche oder private Krankenversicherung abgerechnet werden. Sie kann

  • vor Beginn einer Einzeltherapie,
  • begleitend zu einer Einzeltherapie (auch in einer anderen Praxis)
  • oder als eigenständige Therapieform stattfinden.


Unsere Gruppenangebote – Überblick
Unsere Praxis bietet ein breites Spektrum an Gruppentherapien in unterschiedlichen psychotherapeutischen Verfahren an. Dadurch können wir je nach Anliegen, Symptomatik und persönlicher Zielsetzung ein passendes Gruppenangebot empfehlen.


Verhaltenstherapeutische Gruppen (VT)

Welche sind die Rahmenbendingungen der Gruppentherapien in der Praxis?

Es ist möglich und auch in den meisten Fällen empfehlenswert an einer Gruppentherapie teilzunehmen, um Wartezeiten für eine Einzeltherapie zu überbrücken und eine Verbesserung Ihrer Symptome zu erzielen.

Zunächst ist ein Vorgespräch mit der Gruppentherapeutin in der Praxis notwendig (Ausnahme ist die Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung, da diese eine Einführungsgruppe ist), um die Indikation zu klären. Das Vorgespräch zur Indikationsprüfung/Indikationsstellung kann über die Kassen abgerechnet werden. In der Regel dauern die Gruppentherapeutische Sitzungen 100 Minuten.

Die Wahrung der Vertraulichkeit innerhalb der Gruppe ist von größter Bedeutung. Die Teilnehmenden sollten sich sicher fühlen, ihre Gedanken und Gefühle zu teilen, ohne Angst vor Weitergabe sensibler Informationen haben zu müssen, weshalb eine strenge Schweigepflicht gibt. Die Gruppengröße und die Sitzungszahl pro Gruppe hängt von der Gruppentherapie ab. Hier können Sie unten bei der Beschreibung jeder angebotenen Gruppentherapie in unserer Praxis weitere Informationen zu den einzelnen Gruppentherapien finden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte telefonisch während der telefonischen Sprechzeiten an das Sekretariat unter der 06203/9370717. Wenn Sie bereits ein Erstgespräch in unserer Praxis haben und ein Vorgespräch für eine bestimmte Gruppentherapie wünschen, melden Sie sich bitte per E-mail unter gruppentherapie@praxis-rhein-neckar.de. 

Sie werden innerhalb kurzer Zeit ein Vorgespräch mit der Gruppentherapeutin der gewählten Gruppe erhalten. Falls Sie noch nicht auf der Warteliste unserer Praxis sind, wird vorerst ein Erstgespräch zur Indikationsstellung für eine Psychotherapie vereinbart, in der auch die Indikation für Psychotherapie und spezifisch für die Gruppentherapie geprüft wird.



Welche Gruppentherapien werden in der Praxis angeboten?


Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung (Psychoedukative Einführungs- und Vorbereitungsgruppe)

Die Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung ist ein neues niedrigschwelliges Angebot für psychisch Kranke. Damit können Versicherte vor einer Richtlinien-Psychotherapie für sich selbst prüfen, ob eine Gruppentherapie für sie infrage kommt. Außerdem können hier Hemmschwellen abgebaut, Gruppenfähigkeiten aufgebaut und an einer ersten Symptomlinderung gearbeitet werden. Hierzu werden psychotherapeutische Interventionen aus den anerkannten Psychotherapieverfahren und -methoden angewendet. Zur Teilnahme ist ein Vorgespräch mit der Gruppentherapeutin nicht mehr notwendig, wenn bereits eine Sprechstunde (Erstgespräch) in unserer Praxis stattgefunden hat und eine Indikation für eine ambulante Psychotherapie (sei es für Einzel- und/oder Gruppentherapie oder Kombinationsbehandlung) gegeben wurde. Die Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung ist eine gute Vorbereitung und Einführung für eine weitere Gruppen- und/oder Einzeltherapie. Diese kann sowohl vor einer Einzeltherapie, vor enier Gruppentherapie oder ebenfalls parallel zu einer Einzeltherapie stattfinden, da wichtige psychoedukativen Themen und erste Erklärungsmodelle zur psychischen Symptomen, sowie erste Strategien zur Bewältigung der Symptomatik erklärt werden. Die Grundversorgungsgruppe ist diagnoseübergreifend.

Die Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung beinhaltet 4 Sitzungen à 100 Minuten. Eine neue Gruppe beginnt in der Regel ca. jede 4 Wochen.

Informationen für Grundversorgungsgruppen Schriesheim: 

Vormittags: Gruppenleiter M.Sc.-Psych. Ferdinand Sponagl. Zeit: donnerstags 08:00 Uhr. Talstr. 4, 69198 Schriesheim

Nachmittags: Gruppenleiter M.Sc.-Psych. Ferdinand Sponagl. Zeit: donnerstags 15:30 Uhr. Talstr. 4, 69198 Schriesheim

Abends: Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych. Marija Simeunovic: Zeit: freitags 18:00 Uhr. Talstr. 4, 69198 Schriesheim

Informationen für Grundversorgungsgruppe Weinheim:

Vormittags: Gruppenleiterin: MSc.-Psych., M.A. Claudia Bach, dienstags 09:15-11:55 Uhr, Hauptstr. 72, 69469 Weinheim 

Nachmittags: GruppenleiterInnen: M.Sc.--Psych., M.A. Claudia Bach und M.Sc.-Psych. Ellen Becker: mittwochs 16:00 Uhr-17:40 Uhr, Hauptstr. 72, 69469 Weinheim


Ressourcenorientierte Gruppentherapie zur Symptombewältigung (TP)

Geschlossene Gruppe | Diagnoseübergreifend | 12 oder 24 Sitzungen

Ressourcenstärkung bildet das Fundament unserer gemeinsamen Arbeit. In dieser Gruppe machen wir Ihre bereits innewohnenden Stärken aktiv für die Symptombewältigung nutzbar.
Die Biografie als Schlüssel zum Verständnis. Durch eine wertschätzende und behutsam dosierte Biografiearbeit untersuchen wir gemeinsam Ihre früheren Erfahrungen. Wir verstehen so, wie vergangene Prägungen Ihre Bewertungen im Hier und Jetzt beeinflussen. Diese Einsicht ist der erste Schritt, um alte Verhaltensmuster nicht nur zu erkennen, sondern sie letztlich loszulassen.
Die Balance zwischen Verstehen und Handeln. Mein Ansatz bietet Ihnen eine ausgewogene Synthese: Wir ergründen die Wurzeln Ihrer psychischen Muster und erarbeiten gleichzeitig ganz konkrete, ressourcenorientierte Strategien zur Symptombewältigung in Ihrem Alltag.
Wir erlernen konkrete Techniken zur Stressregulation, um dem Alltag mit mehr Gelassenheit zu begegnen. Durch die Schulung der Körperwahrnehmung und achtsame Distanzierung von belastenden Gedanken lernen Sie, sich selbst auch in schwierigen Momenten mit mehr Wohlwollen zu begegnen.

Da psychische Symptome immer auch eine zwischenmenschliche Komponente haben und durch frühe Beziehungserfahrungen geprägt sind, bietet sich Selbstwertsteigerung besonders im Gruppensetting an. In der Gruppe erleben Sie korrigierende Beziehungserfahrungen: Sie werden mit Ihren Schwierigkeiten angenommen, erkennen sich in anderen wieder und spüren Zugehörigkeit statt Isolation. Diese neuen Erfahrungen optimieren Ihre Beziehungsgestaltung und führen zu nachhaltiger Symptomlinderung.

Interpersonelles Erleben: Hier können Sie sich im Kontakt mit anderen neu erleben, soziale Sicherheit gewinnen und heilsamere Beziehungsmuster entwickeln.

Rahmenbedingungen
· Format: Geschlossene ambulante Gruppe, diagnoseübergreifend
· Umfang: 12 oder 24 Sitzungen (nach Absprache)
· Häufigkeit: Wöchentliche Termine à 100 Minuten
· Gruppengröße: 6–8 Teilnehmende

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych. Marija Simeunovic; Talstr. 4, 69198 Schriesheim. Freitags 16:00 Uhr


Gruppentherapie für Studierende (TP)

Geschlossene Gruppe | Diagnoseübergreifend | 12 oder 24 Sitzungen


Das Studium stellt hohe Anforderungen – fachlich, sozial und persönlich. Viele Studierende erleben dabei Ängste, depressive Verstimmungen, Selbstzweifel oder das Gefühl, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Prokrastination, ein überkritischer innerer Antreiber, Perfektionismus oder sozialer Rückzug können den Alltag zunehmend belasten und das Studium zur Überforderung werden lassen.
In dieser Gruppe geht es darum, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem Sie sich selbst besser verstehen lernen – mit allem, was Sie mitbringen, was Sie bewegt und was Sie vielleicht bisher zurückhalten mussten.

Die Gruppe richtet sich an Studierende, die unter psychischen Erkrankungen leiden, die ihren Alltag und ihr Studium erschweren. Häufige Themen sind:
· Angststörungen, depressive Störungen, die die Lebensfreude und Motivation beeinträchtigen
· Soziale Ängste und Scham, die Beziehungen erschweren und zu Rückzug führen
· Selbstwertprobleme und innere Kritik, die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten untergraben
· Prokrastination und Vermeidung, die trotz guter Vorsätze immer wieder auftreten
· Perfektionismus, der zu Überforderung und Blockaden führt


Wie wir arbeiten
Die Gruppe arbeitet tiefenpsychologisch fundiert und ressourcenorientiert. Das bedeutet: Wir schauen gemeinsam, woher Ihre aktuellen Schwierigkeiten kommen könnten, welche biografischen Erfahrungen dahinterstehen – und gleichzeitig richten wir den Blick auf Ihre Stärken und Möglichkeiten.
Die Gruppe bietet Raum für echte Begegnung: Hier können Sie erleben, dass Sie mit Ihren Schwierigkeiten nicht allein sind, dass andere ähnliche Kämpfe kennen – und dass Veränderung möglich ist, wenn wir uns gegenseitig sehen und unterstützen.


Rahmenbedingungen
· Format: Geschlossene ambulante Gruppe für Studierende
· Umfang: 12 oder 24 Sitzungen (nach Absprache)
· Häufigkeit: Wöchentliche Termine à 100 Minuten
· Gruppengröße: 6–8 Teilnehmende


Anmeldung und Vorgespräch
Wenn Sie Interesse haben, vereinbaren Sie gerne ein Vorgespräch. Dort können wir klären, ob die Gruppe zu Ihnen passt und ob noch Plätze frei sind.

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych. Marija Simeunovic; Talstr. 4, 69198 Schriesheim. Donnerstags 18:00 Uhr



Themenoffene Gruppentherapie (VT)

Die themenoffene Gruppentherapie ist eine zieloffene, interaktionelle und lösungsorientierte psychotherapeutische Behandlung. Die Inhalte der Sitzungen in dieser Gruppe sind vorher nicht festgelegt,  sondern dass die Teilnehmer*innen die Themen vorgeben, aus denen dann konkrete Ziele abgeleitet werden. Bei diesem Gruppenkonzept können sich zwei bis drei Gruppenmitglieder in jeder Gruppentherapiesitzung für eine Einzelarbeit entscheiden. Für diese Fokuspatient*innen wird in und mit der Gruppe versucht, Lösungsideen für einer Problematik zu erarbeiten. Diese Gruppe eignet sich in besonderer Weise auch für die therapeutische Arbeit mit heterogen zusammengesetzten Patientengruppen.

Es kommen je nach Thema verschiedene Therapiemethoden zum Einsatz (z.B. Verhaltensanalyse, Vermittlung von Störungs- und Bewältigungswissen, Veränderung von schädlichen Denk- und Verhaltensmustern, übende Rollenspiele, Reizkonfrontation, Entspannungsverfahren, Achtsamkeits- und Imaginationsübungen, Elemente aus der Schematherapie, Aufstellungen innerer Persönlichkeitsanteile, Familienaufstellungen, etc.). Für die Zeit zwischen den Sitzungen werden vertiefende Übungen empfohlen.

Sie profitieren zusätzlich davon, dass eigene Themen häufig erst durch das Begleiten der Prozesse Anderer bewusst erlebt werden, was einen großen Vorteil der Gruppentherapie gegenüber der Einzeltherapie darstellt. Neben der kurzfristigen Symptomreduktion strebt diese Gruppentherapie langfristige Verhaltensänderungen und präventive Maßnahmen an, um Rückfälle zu verhindern.

Die themenoffene Gruppe findet als geschlossene Gruppe statt und beinhaltet 20 Sitzungen à 100 Minuten. Die Gruppe hat eine Größe von 6 bis 8 Teilnehmer. Ein Vorgespräch ist Voraussetzung für die Teilnahme. Diese Themenoffene Gruppentherapie kann meistens durch bis zu 4 Einzeltherapiesitzungen in größeren Abständen ergänzt werden, in denen bestimmte Themen vertieft werden können.


Schriesheim: Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych., M.A. Claudia Bach, Gruppe A: mittwochs 09:15-10:55 Uhr, Gruppe B: donnerstags 09:15-10:55 Uhr
Nächster Start: März 2026 (nur noch wenige Plätze frei)

Weinheim: Gruppenleiterin: Elisabeth Gärtner. Dienstags 16 Uhr. Ort: Hauptstr. 72, 69469 Weinheim


Gruppentherapie zur Depressions- und Burnoutbewältigung (TP)

Was die Gruppe bietet
Die Therapie in der Gruppe ermöglicht einen besonders persönlichen Lern- und Erfahrungsraum. Regelmäßige Kontakte in der Bezugsgruppe stärken das Zugehörigkeitsgefühl, vermitteln das Gefühl der gegenseitigen Unterstützung und tragen zum Erwerb neuer Umgangs- und Lösungsstrategien bei.
Darüber hinaus ermöglicht Gruppentherapie die Korrektur eingefahrener Denk- und Verhaltensmuster sowie das Erleben neuer korrigierender interpersoneller Beziehungserfahrungen. In der Gruppe können Sie erfahren, gesehen und angenommen zu werden – auch mit Ihren Schwierigkeiten.
Themen und Schwerpunkte
Verstehen: Muster und Ursprünge erkennen
· Erkennen von Mustern, inneren Kritikern und deren Ursprünge: Welche inneren Stimmen treiben Sie an? Woher kommen diese Muster?
· Verstehen toxischer Resilienz und eigener Antreiber: Wann wird Durchhalten zur Selbstaufgabe? Welchen Preis zahlen Sie für ständiges Über-die-Grenzen-Gehen?
· Tiefenpsychologische Grundlagen vermitteln: Wie hängen unbewusste Konflikte, frühe Beziehungserfahrungen und heutige Symptome zusammen?
Verändern: Integration und neue Strategien entwickeln
Fokus auf Veränderung und Integration:
· Entwicklung von Gegenstrategien und inneren Helfern: Wie können Sie wohlwollende, schützende innere Anteile stärken?
· Bedürfnisorientierung statt dysfunktionaler Kompensation: Was brauchen Sie wirklich – jenseits von Leistung und Funktionieren?
· Konkrete Umsetzungsstrategien für den Alltag: Wie kann ich mich in der Praxis abgrenzen? Wie erkenne ich meine Bedürfnisse und stehe für sie ein? Wie lässt sich das Erlernte nachhaltig in Ihren Alltag integrieren?

Rahmenbedingungen
· Format: Geschlossene ambulante Gruppe mit der Möglichkeit einer Kombinationsbehandlung mit Einzeltherapie jede 2. bis 4. Gruppensitzung
· Umfang: 12 oder 24 Sitzungen
· Häufigkeit: Wöchentliche Termine à 100 Minuten
· Gruppengröße: 6–8 Teilnehmende

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych. Marija Simeunovic; Talstr. 4, 69198 Schriesheim. Freitags 14:00 Uhr


Poststationäre Gruppentherapie (Poststationäre Nachsorge, VT)

Die Poststationäre Gruppe ist verhaltenstherapeutisch orientiert und beinhaltet mindestens 12 oder 24 Sitzungen à 100 Minuten. Die Teilnahme kann um 12 weitere Sitzungen verlängert werden. Die Gruppe besteht aus 5 bis 8 PatientInnen und findet als halboffene Gruppe statt. Das bedeutet, dass neue Patienten und Patientinnen in die Gruppe monatlich einsteigen können.

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych., M.A. Claudia Bach: donnerstags 11:15 Uhr. Talstr. 4, 69198 Schriesheim.

Nächste Einstiegsmöglichkeit: Januar 2026, Februar 2026, März 2026


Selbstwerttrainingsgruppe (VT)

In der Selbstwertgruppe lernen Sie die Säulen des Selbstwerts, sowie Strategien und Übungen kennen, wie Sie mehr Selbstakzeptanz, Selbstmitgefühl und Selbstvertrauen stärken. Die Selbstwerttrainingsgruppe ist diagnoseübergreifend, d.h. diese eignet sich für, in der Regel, Personen mit unterschiedlichen Diagnosen.

Die Gruppentherapie umfasst 10 Sitzungen à 100 Minuten. Die Gruppe besteht aus 5 bis 7 PatientInnen und findet als "geschlossene" Gruppe statt (das bedeutet es kommen keine neuen Personen in die laufende Gruppe hinzu). Diese findet montags um 17 Uhr in der Niederlassung Schriesheim  statt. Ein Vorgespräch mit der Gruppentherapeutin und die Anmeldung für die Gruppe sind Voraussetzungen für die Teilnahme.

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych., M.A. Claudia Bach, M.Sc.-Psych. Ellen Becker Zeit: montags 14:00 Uhr. Feudenheimer Str. 10A, 68549 Ilvesheim


Emotionsregulationsgruppe (VT)

In der Emotionsregulationsgruppe lernen Sie Ihre Gefühle genauer kennen und verstehen. Die TeilnehmerInnen erlernen und trainieren unterschiedliche Techniken und Möglichkeiten zum Umgang mit Gefühlen. Die Teilnehmenden werden so zu Experten für ihre eigene "Gefühlswelt". Die Emotionsregulationsgruppe ist diagnoseübergreifend, d.h. diese eignet sich für, in der Regel, Personen mit unterschiedlichen Diagnosen.

Die Gruppentherapie umfasst 12 Sitzungen à 100 Minuten. Die Gruppe besteht aus 5 bis 7 PatientInnen und findet als "geschlossene" Gruppe statt (das bedeutet es kommen keine neuen Personen in die laufende Gruppe hinzu). Ein Vorgespräch mit der Gruppentherapeutin und die Anmeldung für die Gruppe sind Voraussetzungen für die Teilnahme.


Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych. Sayna Sarafrazian, montags 16:00-17:40 Uhr.
Ort: Feudenheimer Str. 10A, 68549 Ilvesheim. 


DBT-Skillsgruppe (VT)

Die Skillsgruppe richtet sich an Patienten mit der gesicherten Diagnose Emotional-Instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ (F60.31), als Ergänzung zur DBT-Einzeltherapie.
Wir arbeiten demnach in der Gruppe sowohl theoretisch als auch praktisch nach folgenden Modulen:
Achtsamkeit
Stresstoleranz
Umgang mit Gefühlen
Zwischenmenschliche Fertigkeiten
Selbstwert

Die Gruppentherapie, bzw. jedes Modul umfasst in der Regel 12 Sitzungen à 100 Minuten. Es können ebenso Mischmodule mit einer höheren Sitzungszahl angeboten werden. Die Gruppe besteht aus 5 bis 7 Patienten/Patientinnen und findet als "geschlossene" Gruppe statt (das bedeutet es kommen keine neuen Personen in das laufende Modul hinzu). Ein Vorgespräch und eine Indikationsstellung (wird von der Gruppentherapeutin im Vorgespräch geprüft) ist Voraussetzung die Teilnahme.

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych. Sayna Sarafrazian. Zeit auf Anfrage. Nächster Start voraussichtlich Mai/Juni 2026  mit dem Mischmodul Stresstoleranz und Umgang mit Gefühlen.

Ort: Feudenheimer Str. 10A, 68549 Ilvesheim. Weitere Informationen auf Nachfrage unter gruppentherapie@praxis-rhein-neckar.de


Stressbewältigungsgruppe (VT)

Die Stressbewältigungsgruppe richtet sich an Patienten mit allen Diagnosen. Das Programm Stressbewältigungstraining richtet sich an PatientInnen mit chronisch erhöhtem Stresslevel. Es hat zum Ziel, die individuelle Stresskompetenz der TeilnehmerInnen zu erhöhen und einen gesundheitsförderlichen Umgang mit alltäglichen beruflichen wie privaten Belastungen umzusetzen und beizubehalten. Dabei werden verschiedene individuumsorientierte Techniken u.a. aus den Bereichen des mentalen und regenerativen Stressmanagements eingesetzt. Darüber hinaus werden die Grundlagen eines Entspannungsverfahrens, der Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, vermittelt.

Die Gruppentherapie umfasst 10 Sitzungen à 100 Minuten. Die Gruppe besteht aus 5 bis 7 PatientInnen und findet als "geschlossene" Gruppe oder als halboffene Gruppe statt. In der Niederlassung Schriesheim ist die Stressbewältigungsgruppe aktuell eine halboffene Gruppe und einen Einstieg ist nach Absprache und Vorgespräch am Ende eines Monats möglich.

Gruppenleiterin: Dipl.-Psych. Kathrin Schmidt, dienstags 16:00 Uhr. Talstr. 4, 69198 Schriesheim


Achtsamkeits- und Bedürfnisorientiertegruppe (VT)

Die Achtsamkeitstrainingsgruppe beinhaltet 12 Sitzungen à 100 Minuten. Ein Vorgespräch ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Niederlassung Ilvesheim: montags 11:15 Uhr. Feudenheimerstr. 10A, 68549 Ilvesheim Nächster Start März 2026)

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych. Claudia Bach


Soziales Kompetenztraining (VT)

Unsere Soziale Kompetenzgruppe (SKT) orientiert sich am verhaltenstherapeutischen Manual nach Hinsch & Pfingsten (Gruppentraining sozialer Kompetenzen, GSK) und bietet ein strukturiertes, alltagsnahes Training sozialer Kompetenzen. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen zu gewinnen, Beziehungen aktiv zu gestalten und persönliche Ziele selbstbewusster zu verfolgen.
Die SKT gliedert sich in drei zentrale Bereiche:
1) Soziale Wahrnehmung
In diesem Bereich geht es darum, soziale Situationen realistisch und differenziert wahrzunehmen.

  • Erkennen sozialer Signale (z. B. Mimik, Gestik, Tonfall)
  • Einschätzen von Situationen und Rollen
  • Unterscheiden zwischen Beobachtung und Interpretation

2) Soziales Denken und Bewerten
Hier steht der Umgang mit Gedanken, Bewertungen und inneren Regeln im Fokus.

  • Erkennen hinderlicher Gedanken und Annahmen (z. B. Befürchtungen, negative Erwartungen)
  • Entwicklung hilfreicher, realistischer Bewertungen
  • Stärkung von Selbstwert und Selbstakzeptanz

3) Soziales Handeln (soziale Fertigkeiten)
In diesem Teil werden konkrete Verhaltensweisen eingeübt und gefestigt.

  • Kontaktaufnahme und Gesprächsführung
  • Eigene Bedürfnisse äußern (z. B. Bitten, Nein‑sagen, Kritik äußern und annehmen)
  • Umgang mit Konflikten und schwierigen Gefühlen

Methodik und Aufbau
Das Training umfasst 12 Sitzungen und ist klar strukturiert. Es kombiniert Psychoedukation, praktische Übungen, Rollenspiele, Feedback sowie Hausaufgaben zur Übertragung in den Alltag. Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen, um neue Verhaltensweisen auszuprobieren, zu reflektieren und schrittweise zu festigen.
Die SKT eignet sich für Menschen, die soziale Unsicherheiten abbauen, ihre Handlungskompetenz erweitern und mehr Sicherheit im zwischenmenschlichen Kontakt entwickeln möchten.

Die SKT Gruppe beinhaltet 12 Sitzungen à 100 Minuten. Ein Vorgespräch mit der Gruppentherapeutin zur Indikationsstellung ist Voraussetzung.

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych., M.A. Claudia Bach, Zeit: mittwochs 11:15 Uhr, Talstr. 4, 69198 Schriesheim (nächster Start Mai 2026 , übernächster Start Juli 2026)


Depressionsbewältigungsgruppe (VT)

Das Ziel der Depressionsbewältigungsgruppe ist es, Wissen über Depressionen zu vermitteln wie Ursachen und Entstehungsbedingungen und ein besseres Verständnis der eigenen Symptomatik zu erlangen. Es werden Bewältigungsmöglichkeiten und hilfreiche Strategien vermittelt und erarbeitet, wie dem Aktivitätenaufbau, der Veränderung von dysfunktionalen Gedankenmuster, dem Ausstieg aus Grübelschleifen und vieles mehr. Darüber hinaus werden Achtsamkeitsübungen in das Training integriert. Den TeilnehmerInnen bietet sich zudem die Möglichkeit eines moderierten Erfahrungsaustausches mit anderen Betroffenen innerhalb der Gruppe.

Ein Vorgespräch ist Voraussetzung für die Teilnahme. Die Depressionsbewältigungsgruppe beinhaltet 12 Sitzungen à 100 Minuten.

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych., M.A. Claudia Bach und M.Sc.-Psych. Ellen Becker, Zeit: dienstags 14:00-15:40 Uhr. Hauptstr. 72, 69469 Weinheim



Themenoffene Gruppe für Angst- und Somatisierungsstörungen (VT)

Die Angstbewältigungsgruppe beinhaltet 20 Sitzungen à 100 Minuten. Ein Vorgespräch ist Voraussetzung für die Teilnahme. 

Nächster Start voraussichtlich ab  03/2025

Gruppenleiterin: Dipl.-Psych. Kathrin Schmidt

Standort: Talstr. 4, 69198 Schriesheim


Themenoffene Begleitgruppe für Transpersonen (VT)

Die themenoffene Begleitgruppe für Transmenschen beinhaltet 12 Sitzungen und findet als geschlossene Gruppe statt mit einer Teilnehmerzahl von 5 bis 7 TeilnehmerInnen. Ein Vorgespräch mit der Gruppentherapeutin und eine Anmeldung ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Nächster Start: Nächster Start voraussichtlich im Frühling 2026. Weitere Informationen werden im Vorgespräch mitgeteilt.

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych., M.A. Claudia Bach


Interaktionelle Gruppentherapie (TP)

Psychische Beschwerden können unter anderem als Ausdruck von Beziehungsstörungen verstanden werden. Als soziale Wesen sind wir darauf ausgerichtet positive zwischenmenschliche Beziehung zu führen. Gelingt uns dies nicht in zufriedenstellender Weise, erleben wir vielleicht Zurückweisung und Schwierigkeiten - bis hin zu psychischem Leiden.
Eine tiefenpsychologische Gruppentherapie bietet die Chance eines vertrauensvollen und wertfreien Raums, in dem sich wiederholende Beziehungsmuster, daraus entstehende Beschwerden, und komplexe Gefühle verstanden und bearbeitet werden können. Gleichzeitig bietet dieser geschützte Rahmen die Möglichkeit neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Der Fokus in dieser Gruppentherapie liegt somit auf dem Miteinander der Gruppenmitglieder.
Wir arbeiten regelmäßig jede Woche zu einem festen Termin für 100 Minuten.

Die tiefenpsychologisch fundierte Themenoffene Gruppe beinhaltet 20 Gruppensitzungen und bei Bedarf bis zu 4 Einzelsitzungen in größeren Abständen. An der Gruppe können alle Patienten und Patientinnen teilnehmen, die privat versichert sind oder gesetzlich versichert sind deren Krankenkassen an den Selektivverträgen für Psychotherapie (AOK Hausarztvertrag, Bosch BKK Hausarztvertrag, sowie die ca. 40 BKKs des VAG Vertrags) teilnehmen. Eine Verlängerung für diese Gruppentherapie ist bei Bedarf und in Absprache mit der Gruppentherapeutin möglich.

Ein Vorgespräch ist Voraussetzung für die Teilnahme.

Nächster Start: Frühling 2026

Gruppenleiterin: M.Sc.-Psych. Janina Rieger. Feudenheimer Str. 10A, 68549 Ilvesheim







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